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25. November 14

Governance und Philosophie

Eine äußerst überraschende Verbindung: Christliche Philosophie und Organisationsgestaltung! Heinrich Schmidinger, Ordinarius für christliche Philosophie, Rektor der Universität Salzburg und Präsident der österreichischen Universitätenkonferenz verdanke ich die folgende wunderbar klare Kombination von Steuerungsformen. Bei einem Vortrag zur Governance von Universitäten postuliert er die Notwendigkeit, drei Prinzipien zu kombinieren.

Erstens: Die Möglichkeit zu klarer Entscheidung, auch wenn sie nicht von allen gut geheißen wird. In Kombination mit dem Anspruch, sich dafür verantworten zu müssen.

Zweitens: Strategische Ausrichtung als Rahmen. In Kombination mit entsprechenden Kontrollmöglichkeiten, wie dieser strategische Rahmen im Zusammenwirken von operativ Verantwortlichen und externer Aufsicht entsteht und im Tagesgeschäft umgesetzt wird.

Drittens: Partizipation aller Beteiligten als Voraussetzung für echte (innere) Kooperation.

„Aus dem rechten Zusammenwirken dieser drei Komponenten bzw. Prinzipien – Entscheidung / Verantwortung; (strategische) Steuerung / Kontrolle; Partizipation / (innere) Kooperation – ergibt sich meines Erachtens die Governance einer Universität“. (1)

Das lässt sich gut auf beliebige Organisationen übertragen.

Wie sehen Sie das?

(1) Heinrich Schmidinger: Universitäre Governance. Vortrag anlässlich der Tagung des Österreichischen Wissenschaftsrates „Wohin geht die Universität? Quo vadis, universitas?“ am 6./7. November 2014 in Wien.

(Bildquelle: http://www.uni-salzburg.at)

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