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04. Dezember 14

Innovation: Strategie und/oder Design !?

Wie stellen Unternehmen ihre Innovationsfähigkeit sicher?

Das klassische Mittel der Wahl lautet: Strategieentwicklung.

Allein: Der Strategie haftet der Duktus des „death by analysis“ an, oder, wie Kingshuk Das es in der Herbstausgabe des Rotman-Maganzin beschreibt: des „Overthinking“. Die Besessenheit mit dem Wunsch, Risiken zu minimieren führt nicht selten in eine Entscheidungsunfähigkeit, die jeder Innovation schon auf große Distanz den Garaus macht.

Design Thinking ist heute die Methode der Wahl, wenn es darum geht, die nächste Innovation zu entdecken, etwas Neuartiges entstehen zu lassen, sich auszuprobieren, unternehmerische Grenzen zu dehnen, zu erweitern und dabei selbst aktiv Hand anzulegen. Erfahrungen mit Design Thinking sind in aller Regel erfrischend, überraschend, energetisierend, Herz erwärmend und wahnsinnig unbürokratisch.

Allein: Nicht gar so selten erweisen sich die Resultate eines solchen Prozesses als nicht weitgehend genug durchdacht, um den Anforderungen an den Märkten tatsächlich Stand zu halten. Wir haben es mit dem Gegenextrem zu tun, dem „Underthinking“.

Kingshuk Das ist der Überzeugung, dass es in der Innovationsarbeit heute im Kern darum gehen sollte, eine Herangehensweise zu finden, die Mischung aus klassischer Strategiearbeit und Design Thinking darstellt. Um die Gefahren des Overthinking wie auch des Underthinking zu vermeiden, schläg Das fünf Prinzipien vor:

  1. Das Produkt ist nicht die Strategie - denke an beides!
  2. Mache Deine Denkprozesse greifbar
  3. Anlaysiere die dahinterliegenden mentalen Modelle
  4. Baue einen Prototypen nicht nur für das Produkt, sondern für Dein Geschäftsmodell und
  5. Definiere, was Deine Strategie ist - und was NICHT Deine Strategie ist 

Übrigens haben sich vor kurzem einige Berater daran gemacht, mittels Prototyping in einer Session von unter einer Stunde „das perfekte Beraterhotel“ zu entwickeln. Heraus kamen jede Menge Ideen, die das Beraterleben einfacher machen, ihm etwas Heimat einhauchen, die Arbeit nachts vergessen lassen, oder ganz genau das Gegenteil: die Arbeit auch nachts auf besondere Weise ermöglichen sollen. Durchdacht war das Ganze nach 60 Minuten natürlich nicht bis ins Detail, an den Ergebnissen wird noch gefeilt. Aber das Prototyping-Manual, das hierbei zur Anwendung kam, kann sich durchaus sehen lassen. Sie finden es in ansprechendem Design und inklusive einer wunderbaren Anleitung zur Handhabe hier.

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