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04. September 15

Die Digitale Transformation von Arbeit

Die Deutsche Telekom in Zusammenarbeit mit der Universität St. Gallen hat diese Woche eine Studie veröffentlicht, die es wert ist gelesen zu werden:

"Arbeit 4.0: Megatrends Digitaler Arbeit – 25 Hypothesen"

Titel und Fokus der Studie könnten dazu verleiten, diese Thematik "nur" dem HR-Management zuzuordnen, was aber durch ein Zitat von Christian P. Illek, dem Personalvorstand der Deutschen Telekom AG, rasch in eine andere Perspektive rückt:

"Die Digitalisierung kommt nicht als laues Lüftchen daher, sondern als Sturm. Sie ist disruptiv."

Die Botschaft in dieser Aussage formulieren andere noch etwas drastischer mit: "Digitale Transformation", "Digitaler Tsunami" oder auch "Singularität" – was soviel heißen soll wie: Es kommt etwas auf unsere Gesellschaft zu, das wir noch nicht abschätzen können, geschweige denn prognostizieren. Ein Ausmaß von Wandel, der uns mit den vorliegenden Konzepten und Antworten aus der Vergangenheit sehr rasch an Grenzen stoßen lassen wird.

Mit über 25 Jahren Berufserfahrung in intensiver Beschäftigung mit Informationstechnologien teile ich diese Einschätzung und deshalb möchte ich die Überschrift der ersten sechs Hypothesen herausgreifen, um zusätzlich die Relevanz für Strategie und Führung zu unterstreichen:

"Die Auflösung der Organisation"

Eine wenig angenehme Vorstellung, wenn man genau innerhalb solch einer Organisation für Aufgaben wie Führung, Management oder Gestaltung verantwortlich ist.

Wie können Sie diese Erkenntnisse also nutzen?

Es scheint mir sinnvoll und sehr notwendig diese oder ähnliche Hypothesen in Organisationen zu besprechen – auch auf höchster Ebene.

Ein offener Diskurs über die potenziellen Einflussfaktoren auf Ihre Strategien, Märkte, Produkte, Dienstleistungen, Geschäftsprozesse und Personal-Ressourcen erfordert eine qualitative Auseinandersetzung mit der Unternehmenszukunft.

Eine kollektive Bearbeitung fördert dann nämlich die Entwicklung wichtiger Kompetenzen und Fähigkeiten, die für Organisationen mit großer Wahrscheinlichkeit überlebenswichtig sein werden – wie:

  • Beobachtung
  • Reflexion
  • Vernetzung
  • Innovation
  • Agilität

... aber wirklich sicher bin ich mir dabei auch nicht.

Quelle: "Maschinen werden künftig Kollegen sein" (Deutsche Telekom)

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