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02. März 16

What's next: collaborative leadership

Die Veränderungen von Führung, die wir im Rahmen unserer Studie zu Leading in the digital age beobachten, lassen sich als eine Veränderung in Richtung von mehr Kooperation, mehr Verständigung, mehr Abstimmung, mehr Einbeziehung, mehr Vermittlung verstehen. Wir haben dafür den Begriff von "collaborative leadership" gewählt, da er zusammenfasst, was viele unserer Gesprächspartner beschreiben. Wir beschreiben hier ausdrücklich einen Trend, der sich derzeit beobachten lässt. Es geht nicht um eine umfassende Veränderung, die in allen Organisationen schon angekommen ist. Aber sie wird alle Organisationen beschäftigen – auf die eine oder andere Weise. 

"Ich glaube schon, dass ich einen Führungsstil habe, der eher kollaborativ ist. Ich führe nicht mit Ansagen. Es wird viel diskutiert. Eigentlich wird immer diskutiert. Wir setzen uns an den Tisch und besprechen die Dinge, die zu tun sind. Manchmal sind natürlich Entscheidungen zu treffen oder Vorgaben zu machen, im Sinne von, wie wollen wir es machen oder wie sollte es sein." (Head of Investor Relations, Medienunternehmen)

Ein Verständnis von Führung, das auf "collaboration" setzt, geht weg vom Erfolg des Einzelnen und hin zum Erfolg des Teams oder der Community. Unter Bedingungen von Komplexität ist Führung nur als Mannschaftsleitung und als Systemfunktion zu verstehen. Denn ein Einzelner kann die vielen Perspektiven, die notwendig sind, um komplexe Situationen zu bearbeiten, nicht aufbringen.

In unserem Verständnis geht es vor dem Hintergrund der Veränderungen die wir als "digital age" beschreiben in der Führung heute darum, "collaborative leadership" auf eine Weise auszugestalten, dass Experten, Kreative, Entscheider, Manager und Führungskräfte so wirksam werden können, dass sie die Chancen der Komplexität nutzen und eine Beitrag zur Entstehung eines neuen Ganzen leisten können. 

Dabei geht es um die Ausgestaltung von vier Dimensionen, die collaborative leadership ausmachen: Es sind Creativity, Communication, Consensus und Contribution. Was es mit diesen vier Dimension auf sich hat und wie sie wirksam auszugestalten sind, beschreiben wir im Rahmen unserer Studie, die in den nächsten Tagen erscheinen wird. 

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