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28. März 17

Leadership Navigator - Führung von Komplexität - Komplexität von Führung

Leadership Navigator - Führung von Komplexität - Komplexität von Führung.

Die Welt verändert sich. Führung auch. Globalisierung, Digitalisierung, demografische und kulturelle Umwälzungen prägen unser noch junges 21. Jahrhundert. Entspannung ist nicht in Sicht. Ganz im Gegenteil: Radikalität und Geschwindigkeit der dadurch ausgelösten Veränderungen werden weiter zunehmen. Das fordert auch Organisationen heraus: Um ihr Überleben zu sichern, müssen sie sich radikal transformieren. Im Rahmen der klassischen Strukturen gelingt das nicht mehr; sie weichen zunehmend auf. Der Weg von einer vertikalen hin zu einer horizontalen Organisation ist vorgezeichnet (vgl. D. Baecker). Erwartungen externer und interner Stakeholder differenzieren sich immer mehr aus. Informationen sind allgegenwärtig und nur noch schwer kontrollierbar. Starre Strukturen und Hierarchien kommen an ihre Grenzen; Flexibilität und Agilität werden wichtiger, Selbstorganisation und netzwerkförmiges Arbeiten über Organisationsgrenzen hinweg immer bedeutsamer. Vor diesem Hintergrund sieht sich Führung mit einer Vielzahl von Herausforderungen konfrontiert, bei denen klassische Führungs- und Steuerungslogiken kaum noch greifen. Ein "Weiter-so-wie-bisher" scheint nicht mehr möglich.

Gemeinsam in Führung gehen. Führung als Organizational Capability.

Einzelne Führungskräfte können diese Herausforderungen allein kaum noch bewältigen. Neben der Entwicklung von passenden Führungsstrukturen und Entscheidungsprozessen wird deshalb ein gutes Zusammenspiel aller Führungsverantwortlichen zum erfolgskritischen Faktor. Nur durch Kooperation auf Führungsebene kann es Organisationen gelingen, mit der Komplexität ihrer Umwelt angemessen umzugehen und das Risiko zu mindern, in kritischen Situationen auf alte, nicht mehr taugliche Handlungsmuster zurückzugreifen.

Zwei Seiten einer Medaille - das "Was" und "Wie" der Führung.

Mit unserem osb-i Business Navigator haben wir bereits vor einigen Jahren das "Was" der Führung in sechs Aufgabenfeldern beschrieben. Führung ist gefordert, hier zielgerichtete Entscheidungsprozesse zu gestalten und bei Bedarf systematisch Entscheidungen zu treffen. Mit unserem neuen osb-i Leadership Navigator beschreiben wir das "Wie" der Führung - also die Art und Weise, wie Führung eine leistungsfähige Organisation entwickelt. Das "zielorientierte Gestalten von sozialen Situationen innerhalb eines organisierten Ganzen" wird für Führung im 21. Jahrhundert zur zentralen Aufgabe. Damit die an der Leistungserbringung beteiligten Akteure ihre Aufgaben zielgerichtet bearbeiten können, betreibt Führung Kontextsteuerung.

Drei Aspekte sind dafür ausschlaggebend:

  • Kommunikation gestalten
  • Widersprüche managen
  • Entscheidungen herbeiführen

Diese Fähigkeiten bilden die Basis des Führungshandelns, auf der sich die zehn im osb-i Leadership Navigator beschriebenen Wirkungsfelder erst entfalten können.

Die zehn Wirkungsfelder der Führung - von "Sinn schaffen" bis "Kollaboration lateral gestalten".

Jede der zehn Karten des Leadership Navigators beschreibt eine aus unserer Sicht bedeutende Facette des Führens im 21. Jahrhundert. Ihre besondere Wirksamkeit und Kraft entfalten diese Facetten jedoch erst in ihrem Zusammenspiel und ihrer Wechselwirkung. Den Aspekten "In Unsicherheit navigieren", "Sinn schaffen", "Orientierung geben" kommt eine spezielle Bedeutung zu: Angesichts einer komplexen und hochdynamischen Umwelt muss es Führung gelingen, Herausforderungen, Strategien und Aktivitäten in nachvollziehbare Sinn-Zusammenhänge zu stellen und so für orientierende Klarheit zu sorgen. Die beschriebenen Wirkungsfelder bieten Führungskräften Unterstützung und Orientierung im Alltag und formulieren gleichzeitig Anforderungen an das Führungshandeln. Und sie schaffen eine Grundlage für das individuelle und gemeinsame Reflektieren von Erfahrungen und Beobachtungen im Alltag. Führung steht vor der großen Herausforderung, in Zeiten großer Umwälzungen für die Zukunftsfähigkeit der Organisation zu sorgen. Damit das gelingt, muss sie vor allem und zuerst sich selbst transformieren. Das ist ein anspruchsvolles - vielleicht manchmal auch nahezu unlösbares - Unterfangen und zugleich ist es "alternativlos". Schließlich geht es ums Überleben!

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