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27. Februar 18

Veränderung im Führungssystem CULTURE-Shift der s-IT Solutions

Als selbstbewusster und bewährter IT-Provider für eine Großbank agiert die s-IT Solutions mit ihren 900 MA's in einer hochdynamischen Dienstleisterbeziehung zu ihren internen Kundinnen und Kunden. Angesichts der ständigen Herausforderung, den Wert als Dienstleister zu bestätigen, aber auch als Sparringspartner akzeptiert und geschätzt zu werden, wurde in die Weiterentwicklung der Kooperationskultur im Führungssystem investiert.

Die osb-i wurde engagiert, diesen Prozess zu begleiten und hat in einer breiten Interviewrunde Hypothesen verdichtet und die größten Herausforderungen herausgefiltert. In einem Großgruppen-Event wurden diese Erkenntnisse verarbeitet und in zielführende Streams übersetzt.

Kulturwandel vollzieht sich durch konkrete Handlungen

Kultur verändert sich nicht durch Theorie und Verstehen, vielmehr manifestiert sich ein "Culture-Shift" durch konkrete Handlungen. Ähnlich dem Wachstum von Pflanzen entstehen neue Triebe, die ihre ursprüngliche Form verändern und erweitern.

"Organisationales Lernen" wurde als erste Schlüsselmaßnahme des Projektes erkoren und auch vom Top-Management mit reichlich Ressourcen ausgestattet. Folgende konkrete Maßnahmen wurden entwickelt:

  • Erhebung bestehender Kompetenzen nach einer leichtgängigen Systematik mit dem Ziel, die Transparenz/Nutzbarkeit des vorhandenen Wissens zu erhöhen.
  • Hackathlons: Mehr als 20 Teams entwickeln mit Hilfe von "Artifical Intelligence" Logarithmen, die statistische Methoden um teilweise bis zu 100% outperformen. Lernen erfolgt in der realen Situation des Hackathlons und fördert gleichzeitig eine Performancekultur im Sinne von shift CULTURE. Die Siegerteams erhalten eine große Bühne bei der Endpräsentation vor den Vorstandsvorsitzenden der Erste Group und der Erste Bank Austria.
  • Pair-working: Paarweises Arbeiten erhöht die Produktivität. Bei der Zusammenstellung der Lernduos gilt es jedoch die unterschiedlichen Kompetenzniveaus zu berücksichtigen, um Langeweile bzw. Überforderung zu berücksichtigen.
  • Fuck up Nights: Bei diesem aus der Start-up Szene bekanntem Format berichtet jemand über etwas, woran er grandios gescheitert ist. Die Erfahrung darf durchaus lustig sein, hat aber immer den ernsten Hintergrund "gut, dass ich es weiß, diesen Fehler kann ich nun vermeiden!"
  • Wine & Cheese: Man trifft sich ab 16 Uhr zielgruppenspezifisch mit internen und externen Impulsgebern, um Themen und Herausforderungen auf zeitgemäßer Basis zu diskutieren.

Bemerkenswert ist, dass Hackathlons und auch Wine & Cheese eine einfache wie ebenso effektive Erhöhung von Agilität darstellen und die Erkenntnisse daraus erfrischenderweise ohne vielfältige Interpretationen in die Umsetzung gelangen.

Die Organisation verschafft sich damit

  • eine detaillierte Datenlage zu Kompetenzen
  • investiert in die Entwicklung einzelner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • verflacht geschickt behindernde Hierarchie
  • belohnt verantwortungsvolle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Vertrauen und Ressourcen

Zusammenfassend lassen sich die positiven Effekte auf folgenden Nenner bringen: Das System bearbeitet die Komplexität die im Außen entsteht und erhöht die Komplexität im Inneren äußerst geschickt, ohne sich dabei zu übernehmen.

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