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14. Januar 14

Über die Kunst, Komplexität zu nutzen. Im März erscheint das Buch der osb

Die nächste Gesellschaft (vgl. Peter Drucker im Economist im Nov. 2001) ist die heutige Gesellschaft. Unternehmen, Krankenhäuser, Universitäten oder Banken, kurz: alle Arten von Organisationen (!) sehen sich mit einer Umwelt konfrontiert, die sich nicht einfach erfassen lässt, die schwer zu klassifizieren sowie von einer hohen Dynamik gekennzeichnet ist und sich durch eine große Zahl unterschiedlicher relevanter Aspekte und Einflüsse auszeichnet. Eine der Folgen des gravierenden gesellschaftlichen Strukturwandels besteht darin, dass sich die Führung von Organisationen mit einer neuen Qualität von Unsicherheit konfrontiert sieht. Vor diesem Hintergrund kommt es unseres Erachtens vor allem darauf an, Organisationen dazu zu befähigen, diese zunehmende Volatilität ihrer relevanten Umwelten für sich selbst bearbeitbar zu machen.  

Beratung im Dritten Modus meint die Beratung von Organisationen unter Bedingungen dramatisch gesteigerter Komplexität. Und um es direkt zu sagen: Wir (Beraterinnen und Berater der osb international) vertreten in unserem Buch die Hypothese, dass Organisationen es heute mit einem Komplexitätsgrad zu tun haben, der per se nicht mit Expertenwissen alleine bearbeitbar ist, zu groß ist der Anteil des Nichtwissens, der in den heute anstehenden Entscheidungslagen jeweils angemessen bewältigt werden muss. Genau aus diesem Grund braucht es eine Hintergrundlandkarte, eine Beschreibungshilfe, die es der Organisation wie auch ihrer Beratung ermöglicht, ihre aktuellen Fragestellungen auf eine handhabbare Art und Weise zu erfassen und zu adressieren. Der Ansatz, den wir in unserem Buch vertreten, basiert auf einer Neupositionierung der systemischen Beratung entlang eines Verständnisses von Organisationen als sinnverarbeitende Systeme. 

Und doch: Dies ist kein Buch über die "Theorie der Beratung" sondern vielmehr ein ganz praktischer Leitfaden, der 16 reale Case Studies umfasst - der aus ganz unterschiedlichen Gründen lesenswert ist. Die Begründung dafür, warum es sich lohnt, das im März erscheindende osb-Buch zu kaufen und Eindrücke aus unserem Interview mit dem Verlag finden Sie hier.

 

 

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