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06. Dezember 18

Sind wir nicht alle ein bisschen hola?

Überlegungen zur Zukunft der Arbeit auf der Work Awesome Berlin

Wie finden wir in einer vernetzten Welt das richtige Betriebssystem für unsere Organisation? Das ist die Frage, die das Podium und das Publikum der Work Awesome in Berlin beschäftigt hat. Doch warum und wohin? Und was heißt das z.B. für Führung? Eine interessante Antwort dazu gab es von Alexander Birken, CEO der Otto Group:

"Wir machen das, um überlebensfähig zu sein. Schlicht und ergreifend. Wir müssen agiler werden, wendiger. Ich finde es übrigens bullshit, von old work und new work zu reden. Es geht im Kern des Wandels nicht um Skills. Es geht um Haltung. Respekt, Vertrauen, Transparenz, Scheitern, Verstehen. Wir setzen uns dem aus. Es muss sich was ändern."

Er machte deutlich: Das Ganze funktioniert nur dann, wenn die Führungskräfte anfangen, sich selbst zu hinterfragen. Wenn sie sich damit auseinandersetzen, was sie (noch) nicht können, angefangen bei Konfliktfähigkeit, Achtsamkeit, Selbstreflexionsfähigkeit.

Momentan schwirren sehr viele Ansätze gleichzeitig herum - Holacracy, agility, responsive organization. Es gibt so viele Buzz-Words, die aktuell in aller Munde sind. Was sie eint, ist: der Versuch, mehr Bewegungsfreiraum herzustellen. Auf allen Ebenen Raum zu schaffen für (eigen-)verantwortliches Handeln - für Selbstorganisation.

Selbstorganisation hat nichts damit zu tun, dass es keine Strukturen und Regeln mehr gäbe. Was es braucht, ist die Gestaltung von "Meta"-Regeln. Wir müssen diskutieren, wann und wie wir Regelsysteme in Organisationen verändern. Gerade in großen Strukturen ist es fast unmöglich, eine Änderung der Regelsysteme von oben nach unten herbeizuführen und konsequent durch die gesamte Organisation zu tragen. Da lohnt es sich, die neuen Organisationsmodelle dort zu starten und zu kultivieren, wo sich aus sich heraus sinnvoll erscheinen. Kleine Pflänzchen, die an verschiedenen Stellen entstehen, wo ein Team seinen Garten anders bestellt, sich eigenverantwortlich um die Pflanzen, Gestaltung, das Wachstum kümmert. Es geht also nicht darum, Hierarchie und Führung abzuschaffen. Sondern darum, sie neu zu denken. An den Stellen Freiräume zu schaffen, an denen diese benötigt werden.

Wir haben ein Framework entwickelt, entlang dessen Teams, Bereiche oder Organisationen sich fragen können, wie sie in Zukunft arbeiten wollen. Wir nennen es das 4C-Modell für collaborative leadership. Dabei schauen wir auf die Dimensionen Contribution, Creativity, Consensus and Communication.

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