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19. Februar 16

Moden in der Organisationsliteratur

Seit einigen Jahren boomt die Organisationsliteratur: Konzepte wie Holacracy, evolutionäre Organisation, duale und agile Organisation beleben die Diskussionen in der Fach-Community. Ist dies eine zufällige Häufung von Veröffentlichungen oder verändert sich die Unternehmenswelt so, dass sie nach neuen Antworten auf ihre Organisationsherausforderungen sucht?

Die Zutaten einer Managementmode

In einem empfehlenswerte Artikel von Prof. Alfred Kieser werden die Elemente einer Managementmode erläutert. Für Kieser besteht eine Managementmode aus den folgenden "Zutaten“:

  • Konzentration auf einen Schlüsselfaktor, dessen Anwendung als unausweichlich dargestellt wird und einen radikalen Bruch mit dem bisherigen Vorgehen bedeutet.

  • Große Herausforderung, die nur mit einem Quantensprung bewältigt werden kann. Statt kleiner operativer Schritte wird ein Durchbruch versprochen.

  • Personifizierung auf erfolgreiche und bekannte Persönlichkeiten oder auf BestPractices, wo diese neue Welt bereits erfolgreich gelebt wird.

  • Der Appell an zentrale neue Werte, die die Mühen und Probleme der Gegenwart zu überwinden versprechen.

  • Ein attraktives Buzzword (eine "agile Organisation“ kann nur etwas Gutes sein).

  • Eine Mischung aus Einfachheit und Mehrdeutigkeit der Interpretationen des neuen Modells

  • Eine Arena mit mehreren Akteuren, die ein gemeinsames Interesse an neuen Themen vereint  (Medien, Seminarveranstalter, Berater, Professoren, Verlage etc.) und die für deren Verbreitung sorgt.

 

Wozu helfen solche Organisationsimpulse?

Jede neue Managementmode kann natürlich auch Nutzen stiften:

  • Eine Managementmode ist immer auch eine Antwort auf aktuelle gesellschaftliche, wirtschaftliche oder organisatorische Probleme. In den heutigen Organisationen ist dies z.B. die Auseinandersetzung mit digitaler Transformation und den damit verbundenen Disruptionen vieler Geschäftsmodelle - der sogenannten VUCA-Welt (volatility, uncertainty, complexity and ambiguity) oder auch einer diskreditierten Führungspraxis in vielen modernen Unternehmen wie dies u.a. von Frederic Laloux postuliert wird.

  • Eine Managementmode regt zu einer Auseinandersetzung mit dem eigenen Verantwortungsbereich an. Sie erinnert das Management an ihre Aufgaben, die ohnehin zu erfüllen wären.


Welche neueren Organisationsmodelle wollen wir betrachten?

Gerne teile ich mit Ihnen die Essenz von Organisationsmodellen und die Fragen, die sich mir dabei stellen:

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