logo

03. Februar 15

Kollaboration braucht [Change] braucht Kollaboration

Alle Jahre wieder wird in Unternehmen neue Software eingeführt. Anwendungen die über Abteilungsgrenzen hinweg viele Neuerungen bringen. Für die Anwender bedeutet dieses, sich an neue Arbeitsweisen zu gewöhnen, neue Standards einzuhalten, an Schulungen teilzunehmen und alles in allem, neben der täglichen Arbeit, viel Zeit aufzuwenden. Beliebt sind solche Projekte bei den Mitarbeitern nicht. Das Gefühl, dass das Neue das Leben noch schwerer macht als bisher überwiegt, und die Motivation rauscht schnell in den Keller.

Neulich haben wir eine Learning Journey zu einem Unternehmen unternommen, das eine Kollaborations-Plattform sehr erfolgreich eingeführt hat. Neben einem ausgefeilten Change Programm hat das Unternehmen eine grundlegende Anforderung an Veränderung beim Wort genommen: „What’s in for me?“. Was genau wird für mich als Mitarbeiter besser, wenn ich den Change akzeptiere und aktiv mitarbeite?

Das Unternehmen hatte im Vorfeld ein Kollaborations-Labor eingerichtet und die künftigen Anwender motiviert es zu besuchen, bei den Tests mitzuwirken und die jeweilige Software zu bewerten. Dabei wurde schnell deutlich, dass eine große Zahl von Mitarbeitern personalisierte Seiten und eine schnelle und selbstlernende Suchfunktion als echten Mehrwert betrachten würden.

Daraus wurde ein Deal: Die Mitarbeiter bekommen die gewünschten Features und das Kollaborations- Projekt neue aktive Unterstützer. Der Change gelang, die Einführung wurde rundum als erfolgreich bewertet.

Die Einrichtung von Versuchswelten oder Laboren, um Vorerfahrungen mit dem Neuen zu generieren oder im Sinne der Vorbereitung eines “Deal-making for a better Change”, wie in dem beschriebenen Beispiel, wird aus unserer Sicht immer wieder unterschätzt. Diese Formate kosten Zeit und brauchen gute Vorbereitung. Jedoch gerade in Zeiten der zunehmenden Digitalisierung und den hohen Erwartungen an interne Kollaboration „auf Augenhöhe“, braucht der Change-Prozess innovative Architekturelemente, die eine kreative Kommunikation und Kooperation im Prozess der Veränderung ermöglichen.

Wenn eine Kollaborationsplattform implementiert wird, bewirkt nur ein echtes Angebot zur Kollaboration eine glaubwürdige Botschaft. Dieser Invest auf der Sozialdimension führt immer auch zu wertvollen inhaltlichen Impulsen.

Der Aufwand lohnt sich!

Wir sind neugierig auf Ihre Erfahrungen mit ähnlichen Formaten!

Mehr zum Thema

  • 07. Juni 16 ─ Lesezeit: 1 Min.
    Udo Kronshage

    Post Merger Support: Annäherungen erfolgreich gestalten

    Merger sind neben unternehmerischen auch soziale Herausforderungen. Um während der turbulenten...

  • 20. Mai 16 ─ Lesezeit: 3 Min.
    Jan A. Poczynek

    osb @ re:publica TEИ

    Drei osb-i Beraterinnen und Berater haben Anfang Mai drei Tage auf Europas größter Konferenz zu...

  • 14. Juli 15 ─ Lesezeit: 3 Min.
    Klaus Danzeglocke

    Der Dschungel frisst die Ressourcen auf

    Lean Management im Finanzwesen - ein Blick auf die gelebte Praxis Optimierungsprogramme im...

  • 14. Juli 15 ─ Lesezeit: 6 Min.
    Dr. Jutta Bison

    Rollen von HR in organisationalen Changeprozessen

    Of course change management isn't restricted exclusively to HR. Line managers are the owners of...

Anmeldung zum Newsletter