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20.09.2018

Glück, Dialog und Selbstorganisation als Koordinaten einer ganzheitlichen Organisationsentwicklung

"Glück und glücklich sein" ... das war 2018 das Motto der jährlich stattfindenden Dialogtage im Lukashaus in der Schweiz (Garbs). Das Lukashaus ist ein soziales Dienstleistungsunternehmen, das Wohn-, Arbeits-, Freizeit- und Bildungsangebote für mehrheitlich erwachsene Menschen mit komplexer Behinderung schafft und Selbstbestimmung und Teilhabe in den Mittelpunkt stellt.

Ziel war, gemeinsam darüber nachzudenken, wie die Organisation so gestaltet werden kann, dass jeder bei der Arbeit weitestgehend glücklich sein kann - auch mit Strahlkraft auf den privaten Bereich. Selten kann ein Unternehmen das Glück in der Arbeit so in den Mittelpunkt rücken - angesichts der zunehmenden Bedeutung der Attraktivität von Arbeitgebern allerdings eine Veranstaltung, von der auch andere Branchen lernen können.

Der soziale Bereich lebt besonders davon, dass Menschen ihr "ganzes Selbst" professionell in die Arbeit einbringen wollen und können. Vor dem Hintergrund vielfältiger und wechselnder Anforderungen an seine Mitarbeitenden wird es für das Lukashaus zunehmend wichtiger, die kollektive Intelligenz zu nutzen und bürokratische bzw. hierarchische Strukturen, soweit möglich, durch Selbststeuerung abzulösen.

Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter liegt der Reiz im Erkennen ihrer eigenen Gestaltungsmöglichkeiten der Arbeitsorganisation - im Vertrauen darauf, dass auch persönliche Ideen und Bedürfnisse konstruktiv und vertrauensvoll im Team besprochen werden können.

Wir haben einen kommunikativen Rahmen geschaffen, in dem gleichzeitig lustvoll, kreativ und ergebnisorientiert gearbeitet werden konnte: Es ging darum, sich des gemeinsamen Sinns zu vergewissern und gemeinsam Ideen zu entwickeln, wie fruchtbares Zusammenarbeiten aussehen soll und wie Hindernisse aus dem Weg geräumt werden können.

Über persönliche Glücksrezepte, Impulse aus Wissenschaft und positiver Psychologie und das kreative Zusammenstellen von Zutaten für einen Ort, an dem beglückende und befriedigende Arbeit möglich ist, näherten wir uns Zug um Zug der konkreten Arbeitssituation: Am Schluss hatte jedes (Teil-)Team die wesentlichen Faktoren für einen Team-Glückskompass herauskristallisiert und Ansatzpunkte entwickelt, um diese Faktoren aktiv selbst zu fördern.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch einen selbstgetexteten Song zum Glück im Lukashaus: Dazu interpretierten die Mitarbeitenden Highlights aus den anregenden Diskussionen in kluger und humorvoller Weise.

Die Dialogtage waren ein schwungvoller Auftakt. Nun werden die Führungskräfte über alle Ebenen hinweg die Ergebnisse aufgreifen, zusammenführen und gemeinsam mit den Gesamt-Teams das Umsetzen vorantreiben.

Wir werden das Lukashaus sehr gerne auf dem weiteren Weg begleiten und insbesondere die Führungsmannschaft unterstützen.

"Wir benötigen Selbstorganisation und Verantwortung im Sinne der Reziprozität, sich gegenseitig auch bei Schwierigkeiten zu unterstützen und zu beschenken ... dies sind glückliche Momente. Dazu braucht es - auch in der Zukunft - unseren Mut für Veränderung und Begleitung mit Außensicht - die osb." Hubert Hürlimann, Geschäftsleiter Lukashaus Stiftung

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